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liberty4you - Freiheit für dich?


Diagnostische Kriterien sexueller Abhängigkeit
Um eine Sucht festzustellen gibt es keine absolut trennscharfen Kriterien.
Trotzdem gibt es gute und hilfreiche Fragen, um dir einige gute Anhaltspunkte für deine Einschätzung zu geben. Allerdings ist meine Erfahrung: Wirklich Süchtige brauchen relativ lange, um sich die Sucht auch eingestehen zu können. Ein erster Hinweis könnte sein, wenn du schon viele Monate oder Jahre damit zugewartet hast, diese Frage konkret abklären zu wollen. Unbewusst wissen wir genau, ob wir süchtig sind oder nicht. Die grösste Hürde ist: Es sich einzugestehen. Ich brauchte dazu 15 Jahre.

Ein paar Fragen, die aus 18 Jahre Erfahrung entstanden sind (Sorry, du kannst es hier nicht Online anklicken und auswerten):

a) Wie wichtig ist Pornografie, um einen coolen Tag zu
haben?
unentbehrlich
wichtig
mässig wichtig
nicht wirklich wichtig
überhaupt nicht wichtig

b) Wie oft schaust du Pornos?
täglich mehrfach
täglich
mehrmals pro Woche
alle zwei Wochen
einmal pro Monat
weniger

c) Wie lange schaust du dann durchschnittlich (pro
Session)?
einige Minuten
eine Viertelstunde
eine halbe Stunde
eine Stunde
meist mehrere Stunden

c) Hattest du schon Mal das Gefühl, ohne Pornos fehlt
etwas wichtiges in deinem Leben?
öfters
ab und zu
selten
nie

d) Erkennst du ein Muster bezüglich Konsum?
Z.B.: Ich konsumiere öfters Pornos wenn mir
langweilig ist, ich mich gereizt, frustriert oder
ärgerlich fühle, wenn ich traurig bin, Stress habe, ich
mich unruhig fühle, unter Einsamkeit leide, unter
Spannung stehe…?
das passiert ständig
öfters
immer mal wieder
selten
nie

e) Ohne Pornos bleibt Sex bzw. die Selbstbefriedigung
langweilig, fade, hat kaum oder wenig(er) Spannung.
fast immer
meist
oft
ab und zu
selten
nie

f) Hast du dir schon öfters vorgenommen, weniger oder
keine Pornos mehr zu konsumieren?
Ja, immer wieder. Habe das aber nicht ansatzweise
geschafft.
Ja, konnte es hie und da etwas reduzieren (wenig
nachhaltig).
haben den Konsum reduziert (nachhaltig)
habe den Konsum deutlich und nachhaltig reduzieren
können.
Nein, habe ich mir noch nie vorgenommen. Warum?

g) Spürst du ab und zu oder dauernd ein inneres
Argumentieren, warum Porno schauen ok ist?
ja, ständig
immer mal wieder
selten
praktisch nie
hatte ich noch nie

h) Was ist bezüglich Pornokonsum mit deinem
Selbstwert passiert?
hat zugenommen
nichts bzw. gleich geblieben
hat abgenommen
hat deutlich abgenommen

i) Du hast dir vorgenommen kurz deine Mails zu
checken (oder ähnlich) und landest in der
Pornografie. Wie oft passiert dir das?
nie
ab und zu
oft
sehr oft, regelmässig

j) Ohne Pornos bekomme ich kaum/selten/keine
Erektion mehr.
Ja
Nein

k) Wenn ich länger keine Pornos schaue, spüre ich eine
gewisse innere Unruhe.
Ja
Nein

l) Hast du schon einmal oder mehrfach Freunden und/
oder Kollegen (Freundin) ein Treffen abgesagt, um
Pornos schauen zu können? Hat du deiner Frau
schon eimal einen Termin vorgetäuscht (oder ähnlich)
um Pornos schauen zu können?
Ja, öfters
Ja, selten
Nein

m) Hast du einen guten Zugang zu dir, spürst du dich
gut?
Ja
Nein

n) Meine Gedanken kreisen dauernd um Sex bzw.
Pornos.
Ja
Nein

o) Ich habe mich schon mit härterer Pornografie
beschäftig, weil mich das Herkömmliche nicht mehr
so reizt?
Ja
Nein

p) Hat dir deine Frau, Freundin, der Arbeitgeber (oder
sonst wer) Konsequenzen angedroht, wenn du mit
deinem Konsum nicht aufhörst?
Ja (wie hast du darauf bezüglich Konsum reagiert?)
Nein

q) Hast du schon eimal Pornos mit strafbarem Inhalt
konsumiert (Sex mit Kindern, Tieren oder Gewalt)?
Ja
Nein

r) Hattest du im letzten halben Jahr schon einmal
Suizidgedanken wegen deinem Pornokonsum?
Ja
Nein

s) Hattest du schon das Gefühl, die Interessen für
andere Dinge wie z.B. Sport oder Hobbys (zugunsten
Pornos) nehmen ab?
Ja
Nein

t) stört dich dein Pornokonsum?
Ja
Nein

u) Haben dich andere schon auf deine Pornokonsum
kritisch angesprochen?
Ja
Nein

u) Plagt dich ein schlechtes Gewissen
Ja, dauernd
Ja, manchmal
Ja, früher öfters, aber heute nur noch selten
Nein



Weitere mögliche und hilfreiche Hinweise:

1. Zwanghafte sexuelle Handlungen/Fantasien. Sie werden zu bzw. sind Bewältigungsstrategien im Alltag.

2. Sexualverhalten bzw. Sucht bilden die primäre Grundlage für die Organisation des täglichen Lebens. Sex steht sehr im Vordergrund.

3. Es wird unangemessen viel Zeit damit verbracht, Sex zu bekommen, auszuleben oder sich davon zu erholen.

4. Häufigkeit, Ausmass und Zeitrahmen sexuellen Verhaltens sprengen vorherige Vorsätze.

5. Starke Launenhaftigkeit im Zusammenhang mit Sexualverhalten.

6. Eskalierende Muster sexuellen Verhaltens, da das derzeitig praktizierte nicht mehr ausreicht (z.B. mehr Sex oder die Ausweitung auf riskantere bis hin zu hochriskanter, illegaler oder moralisch verwerflicher Sexualität).

7. Ständige Bestrebungen oder Versuche, das Sexualverhalten einzudämmen.

8. Eine Unfähigkeit, aufzuhören, selbst wenn schlimme Folgen entstehen könnten.

9. Unkontrolliertes oder zwanghaftes Sexualverhalten über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren.

Oder auch:
– extreme Beschämung über Sexualität
– Depression
– andere Suchtverhalten
– Ist oder war Opfer emotionalen, körperlichen und/oder sexuellen Missbrauchs
– Doppelleben wegen der Sexualität
– Sex ist für den Betroffenen gleichbedeutend mit liebevollen Beziehungen oder ersetzt Beziehung ganz
– wenige oder keine nicht-sexuellen Beziehungen
– Suizidgedanken oder -versuche
– sexualfeindliches Verhalten
– ausgeprägtes Verleugnen/Verdrängen



Treffen mehrere Hinweise auf dich zu, ist das ernst zu nehmen und eine vertiefte Abklärung ist angebracht.




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